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Der Kirschgarten

Komödie von Anton Tschechow

Komödie in vier Akten von Anton Tschechow. Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Es ist Frühsommer, und der Kirschgarten steht in voller Blüte. Wir befinden uns auf einem feudalen Landgut in Russland, wo die Zeit stillzustehen scheint. Dieser enigmatische Ort konserviert die alten Werte, das Leben früherer Generationen. Er ist eine Oase der Ruhe und Beständigkeit inmitten eines Landes, in dem die revolutionären Kräfte bereits gären. Doch auch die Risse in der Fassade des Landguts mit seinem einzigartigen Kirschgarten lassen sich bald nicht mehr leugnen. In einer Zeit der gesellschaftlichen und politischen Neuordnung schreibt Tschechow sein letztes Stück «Der Kirschgarten», das 1903 am Moskauer Künstlertheater uraufgeführt wurde.

Ein schwerer Schicksalsschlag liess die Gutsbesitzerin Ljubov Andreevna nach einem neuen Leben suchen, sie zog nach Paris, um zu vergessen und neu anzufangen. Ihrer Vergangenheit konnte sie jedoch nicht entkommen. Sie kehrt zurück auf das Gut mit dem Kirschgarten, dem Ort ihrer Kindheit und ihrer unerfüllten Sehnsucht. Doch die Zeiten sind andere geworden. Sie ist nun hoch verschuldet, der Kirschgarten, auf dem ihre Hoffnung ruhte, bringt schon lange nicht mehr den einstigen Ertrag ein. Die einzige Lösung, um eine Zwangsversteigerung zu verhindern, sei die Verpachtung des Grundstücks für den Bau von Sommerhäusern, so der vom Bauernsohn zum Kaufmann aufgestiegene Lopachin. Und das bedeutet: Abholzung.

Während die einen festhalten am Alten, stürzen sich die anderen in die verheissungsvolle neue Welt; die einen müssen verlieren, damit die anderen profitieren können. Tschechows Stück ist somit viel mehr als ein Spiegel der russischen Gesellschaft seiner Zeit, es stellt die essenzielle Frage danach, was geschieht, wenn sicher Geglaubtes wegbricht und ökonomische Interessen über allem stehen. Hausregisseurin Julia Hölscher, durch ihre Inszenierungen von «Schlafgänger» nach dem Roman von Dorothee Elmiger, Mozarts «Die Zauberflöte», Shakespeares «Was ihr wollt», «Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen» von Anja Hilling nach Paul Claudel, Kleists «Amphitryon» und der Oper «Der Goldkäfer» dem Basler Theaterpublikum bekannt, inszeniert mit Tschechows Stück über Heimat, Abschied und Neuanfang die letzte Schauspielproduktion unter der Intendanz von Andreas Beck.

Preisstufe 4 (von 30.– bis 60.–)

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