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Peter Grimes

Oper von Benjamin Britten

Oper in drei Akten und einem Prolog von Benjamin Britten. Text von Montagu Slater nach einer Verserzählung von George Crabbe. In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln. Altersempfehlung: ab 12 Jahren

«Who can turn skies back and begin again?», fragt der Fischer Peter Grimes in den bierseligen Dunst des Wirtshauses seines Heimatdorfs hinein, während draussen der Sturm tobt und das Meer zu meterhohen Wellen aufpeitscht. Noch einmal von vorn beginnen, noch einmal unter gut stehenden Sternen das eigene Schicksal in die Hand nehmen. Verzweifelt ist dieser Wunsch nach Hoffnung. Dabei ist Peter Grimes gerade von einem schrecklichen Verdacht vor Gericht freigesprochen worden: seinen Lehrjungen soll er umgebracht haben. Doch es war ein unglücklicher Unfall auf See. Faktisch befreit von jedem Zweifel und doch von der Gesellschaft mit jenem Mal gebrannt, das den Aussätzigen zeichnet, versucht Peter Grimes sein Anderssein in diese Dorfgemeinschaft zu pressen. Denn verwurzelt ist er hier und nirgendwo anders. Ein neuer Lehrjunge wird von Grimes mit Schlägen markiert und kommt zu Tode – wieder ein Unfall. Die verwitwete Lehrerin des Dorfes will Grimes und seine Seele retten, doch der kann nicht aus seiner Haut. Er will mit den Geistern, die ihn jagen, allein bleiben. Als einziger Ort bleibt ihm schliesslich, gehetzt von den Dorfbewohner_innen, nur das Meer.

Benjamin Brittens Oper besticht neben dem unter die Haut gehenden Plot eines Psychothrillers mit einer betörenden Musik, die das Meer in all seiner Wucht aufbrausen lässt, in dem wie Inseln Ariosi, Duette und Ensembles eingebettet sind. Das Meer bestimmt Benjamin Britten zum sowohl musikalisch als auch szenisch alles beherrschenden Element dieser Erzählung – es ist Existenzgrundlage der Dorfbewohner_innen, bestimmt über Leben und Tod, ist Hüter der unausgesprochenen Wahrheiten und unterdrückten Sehnsüchte nicht nur des Sonderlings Peter Grimes. Nach seiner Inszenierung von Georg Büchners «Woyzeck» am Theater Basel (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2018) widmet sich der Regisseur und Bühnenbildner Ulrich Rasche mit «Peter Grimes» wieder einem Antihelden und Aussenseiter. Der für seine kraftvollen und das Pathos nicht scheuenden Inszenierungen mehrfach ausgezeichnete Theatermacher gibt mit «Peter Grimes» sein Debüt als Opernregisseur. Kristiina Poska, die Musikdirektorin des Theater Basel, hat die musikalische Leitung inne.

Preisstufe 8 (von 30.– bis 105.–)

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