Serebrennikov-Filmnacht - Theater Basel - Spielplan
deutsch english

Ballett

Premiere Spielplan Ensemble

Oper

Premiere Spielplan Ensemble

Schauspiel

Premiere Spielplan Ensemble

Serebrennikov-Filmnacht

Der russische Theater-, Opern- und Filmregisseur sowie Bühnen- und Kostümbildner Kirill Serebrennikov, dessen Inszenierung der Oper «Il barbiere di Siviglia» von Gioachino Rossini noch bis zum 27. Februar 2020 am Theater Basel zu sehen ist, steht bereits seit geraumer Zeit im Fadenkreuz der russischen Regierung. Am 22. August 2017 wurde er unter Hausarrest gestellt und mit einem weitreichenden Kommunikationsverbot belegt. Der Hausarrest wurde zwar im April 2019 aufgehoben, doch wie es aussieht, spitzt sich die Lage gegenwärtig wieder zu.

Im Rahmen der «Serebrennikov-Filmnacht» haben Sie die Gelegenheit, die zwei letzten Filme des gefeierten Regisseurs zu entdecken.

  • Uchenik (Der die Zeichen liest) 
    Erscheinungsjahr: 2016
    In russischer Sprache mit englischen Untertiteln
    19–21 Uhr


    Ein religiöser Fanatiker im Teenageralter auf Kreuzzug gegen die Ungläubigen: Darum geht es in Kirill Serebrennikovs Film «Der die Zeichen liest». Der Film ist eine Adaption des Theaterstücks «Märtyrer» von Marius von Mayenburg aus dem Jahr 2012. Die Hauptfigur trägt den Namen Wenja. Er zieht gegen die herrschende Morallosigkeit und gegen weichgespülte Glaubensinhalte zu Felde, hinterfragt Darwins Evolutionstheorie und prangert den Sexualkundeunterricht an. Die liberalen Lehrkräfte lassen sich verunsichern, ausser die Biologielehrerin: Sie ist die Einzige, die Wenjas christlicher Propaganda entschlossen das Licht der Aufklärung entgegenhält. Doch schon bald nimmt sie ebenfalls die verbohrten Züge der Dogmatikerin an. «Der die Zeichen liest» ist eine bittere Groteske, in formvollendet langen Einstellungen mit ruhiger Hand elegant inszeniert, konzentriert auf die das Geschehen vorantreibenden verbalen Schlagabtausche, die Eskalation der Widersprüche dabei immer fest im Blick.

    MIT Yuliya Aug, Svetlana Bragarnik, Alexandr Gorchilin, Viktoriya Isakova, Aleksandra Revenko,Nikolay Roshchin, Irina Rudniktskaya, Pyotr Skvortsov, Anton Vasilyev

 

 

  • Leto (Sommer)
    Erscheinungsjahr: 2018
    In russischer Sprache mit deutschen und französischen Untertiteln
    21.15–23.20 Uhr

    Leningrad in den frühen 1980er-Jahren: Während die UdSSR in Afghanistan einmarschiert, entdecken ein Dutzend Zwanzigjährige New Wave und Punk, von den Stones bis Police, von Bowie bis Blondie. Inmitten dieses kulturellen Tauwetters platziert Kirill Serebrennikov seine Figuren: Natascha, eine ebenso kluge wie charmante junge Frau in der Mitte einer Dreiecksbeziehung zwischen Mike und Viktor, dem Sänger der Gruppe «Kino». Rüdiger Suchsland (SWR2) schreibt: «Was vor allem begeistert, ist die Inszenierung: schwarz-weiss, mit Farbsprengseln und Animationselementen, Figuren, die in die Kamera sprechen, musikalisch und schnell geschnitten, ist alles insgesamt virtuos – alleine die Tonspur, die viele Ebenen vereint. Ein Bewegungsfilm.» Kirill Serebrennikov wurde während der Dreharbeiten zu «Leto» in Sankt Petersburg festgenommen, sodass er den Film im Hausarrest fertigstellen musste. «Leto» brachte Serebrennikov bei den Filmfestspielen von Cannes 2018 den internationalen Durchbruch.

    MIT Roman Bilyk, Anna Starshenbaum, Teo Yoo

 

 

Wir empfehlen auch

  • Il barbiere di Siviglia

    Der Barbier von Sevilla. Oper von Gioachino Rossini

  • La Bohème

    Oper von Giacomo Puccini

  • Le nozze di Figaro

    Die Hochzeit des Figaro. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

  • Peter Grimes

    Oper von Benjamin Britten

  • Darius Milhaud: La mère coupable

    Oper am Klavier

  • Komponistinnen!

    Opernsalon in der Monkey Bar // Im Rahmen von «grrrls grrrls grrrls»

svg-sprite