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Wiederauferstehung der Vögel

Schauspiel von Thiemo Strutzenberger basierend auf Bernhard C. Schärs «Tropenliebe»

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Thiemo Strutzenberger – Hausautor am  Theater Basel in der Spielzeit 2018 / 2019 – stellt die Basler Naturforscher Paul und Fritz Sarasin ins Zentrum seines Stücks, das im Rahmen des Förderprogramms für Nachwuchsautor_innen «Stück Labor Basel» entstanden ist. Dafür bezieht er sich auf die kolonialgeschichtliche Studie «Tropenliebe» aus dem Jahr 2015. Darin folgt Bernhard C. Schär den Grosscousins in die asiatischen Kolonien Grossbritanniens und der Niederlande. Von dort brachten sie Pflanzen, Tiere und ethnografische Objekte mit nach Basel, wo sie das Museum für Völkerkunde gründeten.

Thiemo Strutzenberger: «Erzählt wird die Geschichte zweier Basler Patriziersöhne, Naturforscher, Grosscousins, Liebender. Eine Beziehung, gelebt auf ihren Forschungsreisen in die Tropen, permanent hin- und hergerissen zwischen der stark religiösen Prägung durch das protestantische Elternhaus und dem unbedingten Wunsch nach Freiheit. Ein Kampf zwischen Mission und Evolution. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich zwischen 1877 und 1929. Ort und Zeit gehen fliessend ineinander über, werden miteinander verwoben: ihre Kindheit und ihre Zeit als junge Erwachsene mit dem Ende einer ihrer Expeditionen in die niederländische Kolonie Celebes und der späteren Rückkehr als anerkannte Wissenschaftler. Ihre Lebensgeschichte, gespiegelt auch in surrealen Momenten, in Träumen, tropischen Vögeln und Schatten. Es ist der Versuch, in der privaten Lebensgeschichte der beiden Basler Grosscousins nach den Bedingungen und Konsequenzen ihrer imperialen Verstrickung zu suchen, ihr Leben mit einer Geschichte des Geldes, des Wissens, der Herrschaft und der Gewalt in Verbindung zu bringen.»

Thiemo Strutzenberger, geboren 1982 in Oberösterreich, ist Schauspieler und Autor. Er studierte Schauspiel am Max Reinhardt Seminar in Wien und absolvierte an der Universität Wien den Masterstudiengang für Gender Studies. Sein Stück «The Zofen Suicides» wurde 2010 uraufgeführt. Es folgten Uraufführungen seiner Stücke «Queen Recluse» (2013) und «Hunde Gottes» (2014) am Wiener Schauspielhaus. Von 2015 bis 2019 war er Ensemblemitglied am Theater Basel, wo er zudem in der Spielzeit 2017 / 2018 «Das Ende von Eddy» inszenierte.

Nach der Romanadaption «Esther. Eine Geschichte vom Bruderholz» und der Kammeroper «Der Kaiser von Atlantis» inszeniert Regisseurin Katrin Hammerl erneut am Theater Basel.


Entstanden im Rahmen des Autor_innenförderprogramms «Stück Labor Basel» am Theater Basel


Im Foyer des Theater Basel wird eine begleitende Ausstellung zu sehen sein: «Stimmen aus einer archivierten Stille». Eine umfangreiche Diskussionsreihe zum Schweizer Kolonialismus ist in Planung.

Preisstufe 2 (von 30.– bis 40.–)

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